Herr Samtgemeindebürgermeister, lieber Markus,
Meine Damen und Herren Ratsmitglieder aus der Samtgemeinde Sottrum,
Herr Landtagsabgeordneter, lieber Jan-Christoph,
Meine Damen und Herren Ratsmitglieder aus Lubasz,
Liebe Kollegen Bürgermeister und Ratsmitglieder aus dem Sauveterrois,
Meine Damen und Herren Präsidenten der Partnerschaftskommissionen in Sottrum, Lubasz und dem Sauveterrois,
Meine Damen und Herren Mitglieder der Delegationen,
Liebe Freunde,

Danke an Markus Luckhaus und die Ratsmitglieder der Samtgemeinde Sottrumfür den Empfang und dafür, dass dieses Europafest organisiert wurde. Danke an Jan-Christoph Oetjen, der mit und für die Partnerschaft schon so lange arbeitet.

Ich möchte mich hier bei allen bedanken, die diese Partnerschaft auf den Weg gebracht haben, die wir heute leben:

  • Die jungen Deutschen aus Rotenburg, die 1970 auf Reise in die Region Bordeaux gegangen sind.
  • Den Landtagsabgeordneten Helmut Tietje, der die Gruppe begleitet hat.
  • Den Verantwortlichen der Jugend- und Sportabteilunf von Bordeaux, Herrn Baltzer, der sich um die Jugendgruppe gekümmert hat.
  • Herr Tietje und Herr Baltzer hatten sich vorgestellt, dass es eine Verbindung zwischen dem Kreis Rotenburg und dem Entre-Deux-Mers geben könnte, und in dieser Verbindung verschiedene Städtepartnerschaften zwischen Gemeinden der gleichen Bedeutung.
  • Herr Robert Barrière, Bürgermeister von Sauveterre-de-Guyenne und Conseiller Général, dergemeinsam mit seinen Ratsmitgliedern 1972 vorgeschlagen hat, dass Sauveterre und sein Kanton sich für eine Städtepartnerschaft zur Verfügung stellen.
  • Jean Bouffard, 1. Stv. Bürgermeister von Sauveterre, Louis Vincent, Rektor des Collège von Sauveterre und Robert Bonneau, Präsident der Weingenossenschaft, die mit der Umsetzung des Partnerschaftsprojekts betraut wurden.
  • Herr Fricke, Bürgermeister der Samtgemeinde Sottrum, sowie die Ratsmitglieder aus den Gemeinden Ahausen, Bötersen, Hassendorf, Hellwege, Horstedt, Reessum und Sottrum, die die Samtgemeinde bilden, und die die erste Delegation empfingen.
  • Die Mitglieder des Rates von Sauveterre und der 17 Mitgliedskommunen im Kanton, die nach der Rückkehr der Delegation entschieden, das Projekt zu unterstützen.
  • Die erste Deutsche Delegation unter Führung von Samtgemeindebürgermeister Fricke, die am 27. Juli 1972 vom 1. Stv. Bürgermeister Jean Bouffard empfangen wurde.
  • Den Organisatoren des Weinfestes von 1972, das den Gästen dermassen gefallen hat, dass sie sich am Folgetag am Ozean erholen mussten. Dies ist seitdem Bestandteil jedes Delegationsbesuches in Sauveterre: das Weinfest und der Ozean. Es war nach diesen Tagen der Freundschaft und der Gastlichkeit, als das Sauveterre seine Partnerschaftsbitte im Restaurant “zum zeissen Kreuz” konkretisierte.
  • Herrn Raffin, Ratsmitglied, der vorschlug eine Kommission zu bilden, die mit anderen Vereinen zusammenarbeiten soll und die Bevölkerung über die Vorteile einer solchen Partnerschaft informieren soll. Hier wurde das erste deutsch-französische Partnerschaftskommitee geboren.
  • Die Delegation aus Sauveterre, geleitet von Herrn Barrière, die sich nach Deutschland begab, um mit Herrn Fricke am 17. April die Partnerschaftserklärung zu unterzeichnen.
  • Herrn Wilhelm Schöder, der Ende Juli des selben Jahres anlässliche des Weinfestes die erste offizielle Delegation nach der Unterzeichnung der Partnerschaftserklärung leitete. Der deutsche Konsul in Bordeaux ehrte mit seiner Anwesenheit die Festlichkeiten.
  • Die Schüler des Collège von Sauveterre, die seit 1974 nach Sottrum fahren, ebenso wie die Chöre von Morizès und Castelmoron unter der Leitung von Herrn Pac.
  • Die Gesamtheit der Übersetzer, die mit ihrer Kompetenz, ihrer Sensibilität, ihrem Enthousiasmus und ihrem Einsatz den Erfolg der Partnerschaft möglich gemacht haben. Ich nenne einige Namen : Frau Eychene, Herr Baltzer, Herr Pataud, Michel Pac, Annick Audy und alle die ihnen gefolgt sind, wie zuletzt Joseph Etschmann, Barbara Lückenga…
  • Alle Präsidenten, die an der Spitze des Partnerschaftskommittees gefolgt sind. Ich nenne die letzten vier: Jérôme Larouze, Véronique Duporge, Frau Georges und Rémi Ballarin.
  • Die Deutschlehrer des Collège, deren Namen ich nicht alle im Kopf habe… Ich nenne also die allerersten : Herrn und Frau Audy… Und Florence Paschiano, die die heutige Lehrerin ist und eine hervorragende Arbeit leistet. Ich vergesse nicht die Hilfestellung von Frau Noguere, die Englischlehrerin ist, und die Partnerschaft während des Fehlens eines Deutschlehrers betreut hat.
  • Die Rektoren des Collège die seit 1974 ohne Unterschied diese Partnerschaft und das Unterrichten von Deutsch unterstützt haben.
  • Einige Namen, die die Geschichte unserer deutsch-französischen Begegnungen geprägt haben: Pastor Alfred Krüger, Abbé Jeanne, Eugène Giry, Georges Arfel, Jean Lecussant, Michel Martin, Pierre Teulet…
  • Und all die zahlreichen, die ich vergessen habe zu erwähnen !
  • Und natürlich alle Ratsmitglieder aus Sottrum.

Die Freundschaft zwischen dem deutschen Volk und dem französischen Volk hat sich vor allem durch die Vervielfachung der Städtepartnerschaften, wie der unsrigen, zwischen Dörfern in Frankreich und Dörfern in Deutschland gebildet.

Der Freundschaft zwischen Staaten geht die Freundschaft zwischen Völkern voraus. Und der Freundschaft zwischen Völkern geht die Freundschaft zwischen Menschen voraus… daran kann man erkennen wieviel jeder von uns über die Jahre zu der Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern beigetragen hat. Nichts davon ist unbedeutend, nichts davon ist klein. All das ist wichtig, ausschlaggebend und unabdingbar, alldas ist gross. Wir sind die Baumeister Europas. Heute, in einem Europa, dass nach neuen Wegen für seine Entwiklung sucht, ist die Freundschaft zwischen den Völkern mehr denn je die Basis für alles.

Für den Aufbau Europas ist die deutsch-französische Freundschaft nicht ein Problem, sie ist die Lösung!

Aus diesem Grund ist es sehr wihtig, dass wir uns in jedem Jahr wieder treffen um das Werk fortzusetzen, dass unsere Väter begonnen haben. Dieses Werk, das ist die deutsch-französische Freundschaft, das ist die Freundschaft in Europa. Die Freundschaft, die Vorbedingung für jeden Aufbau ist, denn ohne Freundschaft und ohne Vertrauen ist nichts möglich.

Aber lasst uns achtgeben, denn während wir kleine Steine, den einen auf den anderen setzen, um Häuser zu bauen, Brücken zu schlagen, sind dort andere die mit der gleichen Energie Stein auf Stein setzen um Mauern zu errichten. Während der Zement den wir nutzen die Freundschaft und das Verständnis ist, ist dies bei anderen Hass und Gleichgültigkeit.

Mauern wollen wir nicht mehr!

Also lasst uns alle gemeinsam, mit unseren Freunden aus Polen, Brücken bauen zwischen den Völkern und Häuser für die Völker und lasst es uns ablehnen, neue Mauern zu bauen. Lasst uns Platz für die Freundschaft machen und den Hass ablehnen, lasst uns das Verständnis gegenüber der Gleichgültigkeit bevorzugen. Erinnern wir uns an General de Gaulle und Kanzler Adenauer, die im Januar 1963 den Elysee-Vertrag unterschrieben haben, der die Grundlage der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich ist und der Schlüssel zum Aufbau Europas.

Erinnern wir uns an die Gründerväter dieser Partnerschaft, die sowohl in Sottrum als auch in Sauveterre dafür gearbeitet haben, dass all dies möglich ist. Erinnern wir uns an diejeniegen, die diese Partnerschaft bis heute getragen haben: die Ehrenamtlichen, die politischen Vertreter aller Richtungen, die aktiven Mitglieder der Partnerschaftskommitees in unseren beiden Gebieten.

Ich kann nicht schliessen, ohne freundschaftlich die Einwohner von Lubasz in Polen zu grüssen, die wir in diesem Jahr in Sottrum kennenlernen und mit denen wir bereit sind eine dauerhafte Freundschaft einzugehen. Die Freunde unserer Freunde sind unsere Freunde!

Lang lebe Europa!

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